Der Hypnosystemische Ansatz

Entstehung:
Der hypnosystemische Ansatz wurde von Dr. Gunther Schmidt, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie entwickelt. Er kombinierte den systemisch-konstruktivistischen Ansatz mit den Modellen der kompetenzaktivierenden Erickson’schen Hypnotherapie (link Grundannahmen) sowie Aspekte aus anderen, vor allem körpertherapeutischen Ansätzen zu einem konsistenten Integrationskonzept. Das Resultat ist ein umfassendes Modell, das sehr flexibel auf die Individualität der Klienten eingehen kann.


 

Ziel:
Das Ziel ist eine Veränderung bisheriger Muster (= gleichförmige Wiederholungen bestimmter Denk- und Verhaltensweisen) um:

  1. die Aufmerksamkeit bewusst und unbewusst auf hilfreiche Kompetenzen zu lenken

  2. ungewünschten Mustern ihre unwillkürliche Kraft zu nehmen.

Kurz gesagt: Die Aufmerksamkeit auf das gewünschte Erleben zu fokussieren

 

Wirkung und Vorteile:

  • Hypnosystemische Beratung ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die Wirkung der Beratung ist nachhaltig.

  • Der Fokus auf Kompetenzerweiterung ermöglicht persönliche Weiterentwicklung auf allen Ebenen.

  • Lösungsorientierte Beratung führt in der Regel schneller zum Ziel.

  • Das systematische Arbeiten mit sowohl interaktionellen Mustern (d.h. die sich in Interaktion mit der Aussenwelt bilden) als auch internalen (d.h. intrapsychischen) Mustern wird möglich.

  • Die Nutzung von unbewussten Ressourcen wird möglich .

  • Hypnosystemische Beratung ist massgeschneidert auf die jeweilige Individualität der Klienten einsetzbar

Die Grundannahmen des systemisch-konstruktivistischen Ansatzes



Der Konstruktivismus:

Es gibt keine objektive Wirklichkeit, sondern jeder konstruiert seine eigene Wirklichkeit.

Das Autopoiese-Konzept:

Das Prinzip der sich selbst erschaffenden Organisation geht davon aus, dass lebende Systeme (z.B. der Mensch) zwar von aussen beeinflussbar, aber nicht unmittelbar steuerbar sind.

Kybernetik / Zirkuläres Denken:

Die Annahme, dass alles wechselseitigen Einfluss aufeinander hat, führt zur Erkenntnis, dass das Ursache-Wirkung Prinzip (lineare Kausalität = A verursacht B) bei lebenden Systemen nicht anwendbar ist. Die Suche nach dem „Warum“ ist also nicht zielführend. Der Fokus wird daher auf das „Wofür“ gerichtet.